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In einem Investmentfonds bündelt eine Kapitalanlagengesellschaft
die Gelder vieler Anleger, um sie nach dem Prinzip der Risikomischung
in verschiedenen Vermögenswerten (Wertpapieren, Geldmarktinstrumenten,
Immobilien, stille Beteiligungen) anzulegen und fachmännisch
zu verwalten. "Investmentfonds" (bzw. Sondervermögen)
ist damit die Bezeichnung für die Gesamtheit der von Anlegern
eingezahlten Gelder und der hierfür angeschafften Vermögenswerte.
1.1 Grundtypen angebotener Investmentfonds - Offene und geschlossene
Fonds
Bei offenen Fonds ist die Zahl der Anteile (und damit der Teilhaber)
von vornherein unbestimmt (Open-end-Prinzip). Die Fondsgesellschaft
gibt je nach Bedarf neue Anteile aus und nimmt ausgegebene Anteile
zurück. Bei den in Deutschland aufgelegten Wertpapierfonds
handelt es sich regelmäßig um offene Fonds. Von einem
offenen Fonds können Sie im Prinzip jederzeit neue Anteile
erwerben. Die Fondsgesellschaft hat aber die Möglichkeit, die
Ausgabe von Fondsanteilen zeitweise zu beschränken,
auszusetzen oder endgültig einzustellen.
Bei geschlossenen Fonds wird nur eine bestimmte Zahl von Anteilen
über eine festbegrenzte Anlagesumme ausgegeben (Closed-end-Prinzip).
Bei Erreichen des geplanten Volumens wird der Fonds geschlossen,
die Ausgabe von Anteilen wird eingestellt. Im Gegensatz zu offenen
Fonds besteht keine Verpflichtung der Gesellschaft, Anteile zurückzunehmen.
Die Anteile können nur an einen Dritten, gegebenenfalls über
eine Börse, verkauft werden. Der erzielbare Preis richtet sich
dann nach Angebot und Nachfrage. Seit April 1998 ist es möglich,
Investmentfonds im Sinne des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften
(KAGG) auch als geschlossene Fonds zu gestalten. An diesen Investmentaktiengesellschaften
beteiligen Sie sich als Aktionär. Daneben kommen geschlossene
Fonds in Deutschland in Form geschlossener Immobilienfonds vor,
die allerdings keine Investmentfonds nach dem KAGG sind: Sie werden
vor allem aus steuerlichen Gründen konzipiert und sind regelmäßig
in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft organisiert.
1.2 Arten von offenen Investmentfonds
investieren die ihnen von den Anlegern zufließenden Gelder
nach dem Grundsatz der Risikomischung in überwiegend gewerblich
genutzte Grundstücke, Gebäude, eigene Bauprojekte und
halten daneben liquide Finanzanlagen wie Wertpapiere und Bankguthaben.
Die Liquiditätsanlagen dienen dazu, die anstehenden Zahlungsverpflichtungen
des Fonds (beispielsweise aufgrund des Erwerbs von Liegenschaften)
sowie Rücknahmen von Anteilscheinen zu gewährleisten.
legen das ihnen übertragene Kapital in Wertpapieren an. Das
Spektrum der einbezogenen Papiere und der Anlageschwerpunkt sind
in den jeweiligen Vertragsbedingungen geregelt.
legen das ihnen übertragene Anlagekapital in Tages- und Termingeldern
sowie in Geldmarktpapieren an.
legen das bei ihnen eingelegte Geld mindestens zur Hälfte
in sachwertbezogenen Anlagen , d.h. Aktien, Grundstücken oder
Anteilscheinen an Immobilien-Sondervermögen, mit dem Ziel des
langfristigen Vorsorgesparens an. Der Anleger hat die Möglichkeit,
einen Vertrag mit einer Laufzeit bis mindestens zur Vollendung seines
60. Lebensjahres abzuschließen. Er verpflichtet sich dadurch,
während der Vertragslaufzeit in regelmäßigen Abständen
Geld bei der Kapitalanlagegesellschaft zum Bezug weiterer Anteilscheine
einzulegen (Altersvorsorge-Sparplan). Nach Ablauf von spätestens
3/4 der vereinbarten Vertragslaufzeit hat der Anleger die Möglichkeit,
die Anteilscheine ohne Berechnung eines Ausgabeaufschlages oder
sonstiger Kosten in andere Anteilscheine, z.B. eines Rentenfonds,
zu tauschen.
- Gemischte Wertpapier- und Grundstücksfonds
legen das bei ihnen eingelegte Geld in Werpapieren und Grundstücken
oder Anteilen an Grundstücks-Sondervermögen an. Weitere
Einzelheiten zu den Vermögensgegenständen und dem Anlageschwerpunkt
sind den jeweiligen Vertragsbedingungen zu entnehmen.
legen das bei ihnen eingelegte Geld in Anteilen anderer deutscher
Fonds oder in ausländischen Investmentanteilen an. Es handelt
sich um ein standardisiertes Produkt der fondsbezogenen Vermögensverwaltung.
Einzelheiten zu den Anlageschwerpunkten sind den Vertragsbedingungen
zu entnehmen.
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